Marc L. Vogler
komponist | pianist | dirigent

BIOGRAPHIE (deutsch)

Marc L. Vogler (*1998) erhielt im Alter von vier Jahren ersten Klavierunterricht. Er war Schüler der Konzertpianisten Rainer M. Klaas, Tobias Koch und Paulo Álvares.

Nach einigen frühen Auszeichnungen u.a. bei Jugend musiziert komponierte Vogler im Alter von 16 Jahren seine erste abendfüllende Oper „Streichkonzert – Con brio ohne Kohle“ in 2 Akten (nach selbst verfasstem Libretto), welche am 15. Januar 2016 im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen unter Leitung des Komponisten mit 12 Sängern und Orchester uraufgeführt wurde. Die Presse lobte die Uraufführung, das begeisterte Publikum feierte das Werk, die Interpreten und den Komponisten mit stehenden Ovationen.

Nach dem Abitur (Ø 1,0) begann er 2016 sein Kompositionsstudium bei Manfred Trojahn an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und studierte ab Sommer 2018 weiter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Brigitta Muntendorf. Erstmals als Dirigent trat er 2017 mit der Uraufführung einer Eigenkomposition mit der Jungen Bläserphilharmonie NRW im Rahmen der ExtraSchicht Essen in Erscheinung, wozu ein ganzseitiges Interview in der Zeitschrift DER SPIEGEL erschien. In den Folgejahren arbeitete er als Gastdirigent mit dem Kammerchor der HfMT Köln sowie als Assistent von Christian von Gehren mit dem Hochschulorchester der RSH Düsseldorf in einer Produktion mit dem Oratorienchor Augsburg sowie als Pianist mit dem Ensemble Musikfabrik zusammen.

Vogler erhielt Kompositionsaufträge für das Europäische Klassikfestival 2018 mit dem ungarischen Sinfonieorchester Pécs, das AchtBrücken-Festival der Kölner Philharmonie 2019 (Radio-Sendung auf WDR 3), das Sinfonieorchester Königswinter und das Festival "Opus.201 - Ludwig Van" zum Beethovenjahr 2020, sowie für das UNESCO-Kandidaturkonzert des französischen Leuchtturms Cordouan (2018) und nicht zuletzt das renommierte Ensemble Musikfabrik (2019). Seine Engagements führten ihn über die Landesgrenzen hinaus nach Österreich (Konservatorium Wien), Frankreich (Composer in Residence 2018), Italien (Uraufführung seines "Ave Maria" im Mailänder Dom 2018) und Japan. Seit 2017 ist er bei einem französischen, international tätigen Musikverlag (L'octanphare) unter Vertrag.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Vogler zuletzt durch sein während des Corona-Lockdowns 2020 komponiertes Requiem für Chor und Orchester bekannt, dessen Partitur auf Gelsenkirchener Werbeplakatwänden als „stumme Musik“ (Requiem von lat. requies : Ruhe, Rast) veröffentlicht und von WDR 3 präsentiert wurde.

Kurse bei Georg Friedrich Haas, Carola Bauckholt, Oliver Schneller und Helmut Lachenmann sowie in der Académie des Jeunes Compositeurs 2019 ergänzen seine musikalische Ausbildung. Sein Orchesterdebüt als Pianist gab Vogler im Jahr 2015 mit der Sinfonietta Hungarica in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen. Daneben war er mehrfacher Gesangsstipendiat des Gürzenich-Chores Köln bei Mario Hoff an der HfMT Köln, spielt Saxophon, Schlagwerk und Orgel. 

Marc Vogler ist Preisträger der Berliner Philharmoniker (Opus One 2020) und wurde für das Klavierstück "zorn" beim internationalen Kompositions-Wettbewerb Artistes en Herbe 2020 mit dem Sonderpreis "Pianissimo" für die beste Klavierkomposition ausgezeichnet.